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"Weiteres Handeln der CDU in Stadt und Landkreis" Interview des Wochenkuriers mit Dr. U. Reusch

 

Frage: Die CDU Radebeul plädiert für eine künftige Flaniermeile in der Oberlößnitz und  schlägt dafür die Weinbergstraße vor? Wie könnte das aussehen?

 

Antwort: Die Weinbergstraße ist das Aushängeschild für die Wein- und Gartenstadt Radebeul, bietet prachtvolle Blickbeziehungen auf Weinberge wie Elbtal und ist aufwendig mit historischem Pflaster gestaltet. Wir wollen diese Straße durchgehend so attraktiv gestalten – für Spaziergänger aus nah und fern. Der ruhende Verkehr mit parkenden Autos darf diese Flaniermeile nicht beeinträchtigen. Eine Parkordnung ist daher nötig und sinnvoll.

 

Frage: Ferner will die CDU Radebeul  für besser Bildungsdienstleistungen eintreten. Was wird da z.Zt. vermisst, wo gibt es Ansatzpunkte?

 

Antwort: Das Bildungsangebot der verschiedenen Einrichtungen ist vorbildlich. Wir wollen  Vernetzung, um Synergien zu erzielen, damit die Angebote besser genutzt werden. Der Bürger soll künftig „aus einer Hand“ informiert und beraten werden. Damit ist auch ein „Ausbau“ möglich, z. B. ein „Rundum-Angebot“ - Bildung, Kultur, Tourismus - für Interessenten oder Bildungsveranstalter aus der Wirtschaft sowie international.

 

Frage: Als Fraktionschef  im Stadtrat begrüßen Sie einen baldigen Baubeginn der Elbquerung Niederwarthaer Brücke. Welchen Stellenwert hat dieses Vorhaben für Sie?

 

Antwort: Die Brücke in Niederwartha ist von vitaler Bedeutung für unsere Verkehrsinfrastruktur, für Entwicklung und Ausbau des Wirtschaftsstandortes Radebeul/Coswig und die Entlastung der Meißner Straße, also des innerstädtischen Verkehrs. Sie hat daher höchste Priorität.

 

Frage: Thema Kreisgebietsrefom -  Ihr Unionsfreund Jens Baumann schätzt in seiner Dissertation die Reform Mitte der 90er Jahre als Lehrstück ein. Was sollte diesmal besser gemacht werden?

 

Antwort: Zunächst geht es jetzt um die überfällige Reform der Staatsverwaltung. Eine Kreisgebietsreform ist nicht zwingend, kann sich aber als sinnvoll erweisen, sofern die Landkreise staatliche Aufgaben übernehmen (sollen). Besser zu machen ist die Beteiligung der kommunalen Ebene, über deren Kopf keinesfalls entschieden werden sollte. Dabei steht für mich und die Radebeuler CDU fest, dass unsere Stadt selbständig bleiben muss: Wir sind schließlich eine der leistungsfähigsten Kommunen in Sachsen!

 

Das Interview für den Wochenkurier führte Karin Rodig.


Radebeul, 21.10.2005

 

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